Rainer Momann
     Photographien


Herbstausstellung 2018 Burg Waischenfeld

Die Herbstausstellung 2018 in der Galerie der Burg Waischenfeld mit Anja Goldammer aus Bayreuth (Bilder und Skulpturen) und Hans Ullmann aus Eichenau (Skulpturen) sowie Photographien von mir, Rainer Momann.







Photos von der Vernissage am 23.09.2018







Von Thomas Weichert (Nordbayrischer Kurier 26.09.2018)

Buntes, Holz und Fotos

Anja Goldammer, Hans Ullmann und Rainer Momann auf Burg Waischenfeld

Einzigartige Ausstellungsräume in einem großartigen Ambiente.
Die beiden Münchner Künstler Hans Ullmann und Rainer Momann kamen bei der Ausstellungseröffnung der Herbstausstellung des Kunstforums Waischenfeld in der Burggalerie auf Burg Waischenfeld ins Schwärmen. Die Kunstausstellung läuft bis zum 4. November bei freiem Eintritt.

Neben Hans Ullmann und Rainer Momann stellt die Bayeuther Künstlerin Anja Goldammer erstmals ihre Bilder und Skulpturen in der Burg Waischenfeld aus. Ihre farbenprächtigen Skulpturen und Lichtobjekte beleben die Räume der Burggalerie geradezu mit bunten Farben. Goldammer, die ihr Atelier auf dem Gelände der Bayeuther Firma Bechert hat, sagt über die Burggalerie: "Es ist sehr schön hier". Goldammer dekoriert mit ihren Kunstwerken seit der Jahrtausendwende Geschäfte und Läden im Einzelhandel. Als sie im Jahr 2010 mit dem Formenbau begann, fertigte sie ihre ersten bunten Skulpturen an. Inspiriert hatte sie damals die Künstlerin Niki de Saint Phalle mit ihren "Nanas". Dass sie nun in Waischenfeld ausstellt, hat sie der Empfehlung, ihrer Freundin Anette Dauth aus Mistelgau zu verdanken, die auch zur Vernissagekam.

Ähnlich ist es auch mit den beiden Künstlern aus München, die erstmals in  Waischenfeld ausstellen. Hans Deichl, der als Architekt für das Fraunhofer Institut arbeitet und selbst schon seine Kunstwerke in der Burg galerie ausgestellt hat, empfahl den Münchner Künstlern in Waischenfeld auszustellen.

"Als Großstädter bin ich sehr beeindrucht von der Burg und der schönen Landschaft in der Fränkischen Schweiz", sagt Hans Ullmann, der zuvor noch nicht in dieser Gegend war und in der Burggalerie nun seine Skulpturen aus Holz ausstellt. In Ostafrika kam der Architekt mit den Arbeiten der Makonde und der in Simbabwe aufblühenden Steinbildhauerei in Berührung. Schon im Alter von 15 Jahren hatte Ullmann mit dem Nachahmen deutscher Klassizisten begonnen und während seiner Berufstätigkeit als Architeht begleiteten ihn seine Schnitzeisen überall hin.

Auch Rainer Momann, der zuerst Maler und Lackierer lernte, dann als Fotograf in Kronach bei Stefan Diller tätig war und der heute in München im Hauptberuf Fahrradmechaniker ist, schwärmt von der Burggalerie. Seitdem er 1975 mit einer einfachen Praktika-Spiegelreflexkamera zu fotografieren begann, war er so von den Ergebnissen begeistert, dass ihn die Fotografie bis heute nicht mehr losließ. Vieles was er fotografiert, sind zufällige  Begegnungen: Kleinigkeiten und oft Unscheinbares am Wegrand. Wer Momanns Fotos anschaut, denkt, dass sie gemalt sind. Zum Beispiel das Bild, das er "Vulkan" nennt. Es sieht auch so aus wie ein Krater, der gerade Lava spuckt oder wie der schönste Sonnenuntergang am Fujiyama, ist jedoch in Wirklichheit ein abgeplatztes Loch in einem roten, emaillierten Topfdeckel, in dessen Topf der Reis in Salzwasser übergekocht ist. So wird scheinbar Hässliches durch einen minimal gewählten Bildausschnitt auf  eine Wahrnehmungsebene gehoben, die es dieser scheinbaren Hässlichheit entreißt. Oder Momann fängt einen dreidimensionalen Raum mit seiner Kamera so ein, dass er auf dem zweidimensionalen Bildträger die Betrachtenden durch seine Räumlichkeit festhält. Unterschiedlicher könnten die
ausgestellten Kunstwerke der drei Künstler gar nicht sein.

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